Freitag, 4. Mai 2001

"Mit Gequatsche gewinnen wir kein Spiel"

Jetzt wird es eng um die Zukunft von Andreas Herzog in Bremen. Sichtlich verärgert reagierte Werder-Coach Thomas Schaaf auf die jüngsten Äußerungen von "Herzilein".

Der österreichische Nationalspieler will zwar die Bremer verlassen, doch einen Verein konnte der Wiener auch am Freitag der Führungsetage nicht präsentieren. Auf seiner Homepage hatte der 32-jährige Bremen-Regisseur durchblicken lassen, dass er sich nun auch ein Verbleiben an der Weser vorstellen könnte.

Peinlich - keine Interessenten für Herzog
"Die ständigen Diskussionen um Herzog tragen nicht zur Harmonie bei, die ich auf dem Platz benötige. Sie sind sogar schädlich", kritisierte Schaaf den Österreicher hart und bekam Unterstützung von Sportdirektor Klaus Allofs: "Andy hat die Unruhe hineingebracht und eine Situation geschaffen, die für den Verein negativ ist." Für eine Ablösesumme von drei Millionen Mark (ca. 21 Mio S) kann Herzog den SV Werder verlassen, doch Interessenten gibt es derzeit nicht.

Rapid kann sich Herzog nicht leisten
"Dass er bleibt, nur weil kein anderer Verein da ist, macht keinen Sinn. Wir können nur Spieler gebrauchen, die alles für die Mannschaft tun und sich mit dem Verein identifizieren", meinte Allofs. "Ich will keinen Druck", sagte Herzog der "Kreiszeitung" in Syke. Der Österreicher fügte hinzu: "Mein Wunschverein wäre Rapid Wien, doch die können mich nicht bezahlen." Ein Wechsel auf die Insel schloss Herzog inzwischen nicht aus: "Nach England würde ich gern gehen." Allerdings fehlt dem abwanderungswilligen ÖFB-Legionär dazu offenbar ein konkretes Angebot, ein gewisses Interesse soll Tottenham bekundet haben.

4.5.2001 15:57