Arie Haan genießt volle Rückendeckung

Beim Austria Wien dürfte im Sommer wieder einmal kein Stein auf dem anderen bleiben. "Es ist etwas ehrenhaftes eine violette Dress zu tragen. Wenn die Spieler das nicht begreifen, dann sollen sie diese ausziehen," sagte Präsident Sattler.
Arie Haan dürfte auf der Trainerbank trotz der neuerlich enttäuschenden Leistung seiner Elf am Dienstag gegen Ried (1:1) die volle Rückendeckung der Austria-Spitze genießen. Teile der Mannschaft haben es sich jedoch mit Präsident Georg Sattler und Hauptsponsor Frank Stronach möglicherweise endgültig verscherzt. Beide Herren zeigten sich nach Schlusspfiff im Horr-Stadion alles andere als angetan von der Leistung ihrer "Veilchen".
Stronach spricht Haan Vertrauen aus
"Ein Donnerwetter hilft nichts, man muss sachlich bleiben. Aber mit dieser Mannschaft kann man die gesteckten Ziele wohl nicht erreichen", stellte Stronach fest und sprach seinem niederländischen Trainer gleichzeitig das Vertrauen aus. "Arie ist sehr intelligent. Der beste Trainer kann aber nichts machen, wenn die Spieler nicht laufen."
Haan übernimmt Neubildung des Teams
Obwohl der sichtlich niedergeschlagene Haan ("Ich bin traurig und sehr enttäuscht") erst seit Anfang Dezember bei den Favoritnern tätig ist, nahm er zu den Gepflogenheiten des Vereins im Umgang mit den Trainern Stellung. "Wenn man den Trainer austauscht macht das die Spieler stärker. Sie bekommen immer recht", meinte der 52-Jährige, der seit 1990 der 14. Trainer der Wiener ist. Haan wird laut eigenen Angaben die Zusammenstellung des neuen Teams im Alleingang übernehmen, danach wäre die Bestellung eines Neo-Trainers ohne weiteres möglich. "Zunächst muss aber einmal eine Basis geschaffen werden."
Entscheidungen erst Ende Mai
Welche Spieler zu dieser Basis gehören und welche nicht, will der Niederländer aber nicht sagen. "Ich könnte 20 Namen nennen. Das bringt aber nichts." Endgültige Entscheidungen wird es wahrscheinlich erst nach dem Saisonfinale Ende Mai geben. Haan: "In den letzten vier Spielen muss sich die Mannschaft zerreißen. Jede Partie ist einer Bewerbung gleichzusetzen. Vielleicht ist das bevorstehende Derby der Anreiz, den sie brauchen."
