Auch Luttenberger-Team Tacconi nicht dabei

Die Tour de France 2001 findet ohne den Sieger von 1998, Marco Pantani (Bild), statt. Die Organisation der Tour unter Jean-Marie Leblanc vergab am Mittwoch die letzten fünf Wild cards an die Teams Euskaltel, Lotto, CSC, le Francaise des Jeux und Big-Mat.
Damit ist das Starterfeld für die am 7. Juli beginnende Frankreich-Rundfahrt mit 21 Teams komplett.
Erwartungsgemäß erhielten weder das Pantani-Team Mercatone Uno noch die zweite deutsche Gruppe-I-Mannschaft Coast, u.a. mit dem Schweizer Alex Zülle, Startrecht. Auch das Team des Österreichers Peter Luttenberger, Tacconi, wird fehlen.
Starterfeld französisch gefärbt
Das Starterfeld mit 189 Fahrern in 21 Teams ist mit dieser Entscheidung stark französisch gefärbt. Acht Sportgruppen aus der Grande Nation sind bei der großen Schleife dabei. Nicht dabei ist Italiens Super-Sprinter und Saeco-Aushängeschild Mario Cipollini. Tour-Chef Jean-Marie Leblanc rechtfertigte die Entscheidung: "Wir haben nach dem Ranking, Platzierungen der vergangenen Jahre und anderen Faktoren entschieden. Außerdem geben wir der Jugend eine Chance und hoffen, dass der Toursieger 2005 schon dabei ist."
Dopingprobleme ausschlaggebend
Die Aussperrung von Pantani als Toursieger 1998 löste in Italien einen Aufschrei aus, zumal die Auswahl-Kriterien in erster Linie vom Wohlwollen der Veranstalter abhängen. Gegen Pantani sprachen sicher auch seine Verwicklungen in Doping-Prozesse in Italien, wo er im vergangenen Jahr in erster Instanz wegen "Sportbetrugs" zu drei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden war. Dazu kommt, dass die Societe du Tour de France weiter um ihr Image bemüht ist. Dazu passen Namen der Dopingsünder Pantani und Alex Zülle, der für das ebenfalls nicht nominierte deutsche Team Coast fährt, schlecht.
Die Tour de France startet am 7. Juli in Dünkirchen und endet nach 3.462 Kilometern am 29. Juli in Paris.
