Freitag, 4. Mai 2001

Afghanistan: Sektenführer unter den Toten

Verheerender Bombenanschlag in Afghanistan: Vor einer Moschee in der Stadt Herat explodierte die Höllenmaschine - mindestens acht Menschen kamen ums Leben, weitere 30 wurden verletzt.

Der Anschlag im Westen des Landes geschah laut der in Pakistan ansässigen afghanischen Nachrichtenagentur Afghanische Islamische Presse (AIP) am Freitag. Unter den Toten sei auch der iranische sunnitische Sektenführer Maulvi Mohammed Musa.

Der Gouverneur der Provinz Herat, Mualvi Khairullah Khairkhwa, erklärte, dass bei der Explosion auch etwa 30 Personen verletzt worden seien.

Er warf dem Iran vor, Drahtzieher für den Anschlag zu sein. Nach der Explosion kam es laut AIP zu anti-iranischen Unruhen. Dabei wurden das iranische Konsulat und schiitische Gebetsorte in Brand gesteckt.

4.5.2001 17:48