Ab 2002 grenzenlose Fahrt für Haustiere in der EU

"Nicht kommerzieller Verkehr von Katzen und Hunden innerhalb der EU und in einigen Drittstaaten" - unter diesem komischen Titel findet heute eine Abstimmung statt. Das EU-Parlament entscheidet, ob Rex & Miez ab 2002 grenzenlos in Europa verreisen dürfen.
Der Kommissions-Vorschlag sieht vor, dass Hunde und Katzen mit einer eindeutigen Tätowierung oder durch ein elektronisches Kennzeichnungssystem (Transponder) gekennzeichnet sein müssen, wenn sie von ihrem Besitzer innerhalb der EU auf Reisen mitgenommen werden wollen.
Für andere Haustiere - angeführt werden in einer Aussendung des EP-Parlaments "Spinnen, Fische, Reptilien, Vögel und bestimmte Säugetiere" - soll den Mitgliedstaaten ein Ermessens-Spielraum gewährt werden, um die Vorschriften anzupassen, wenn sie das für erforderlich halten.
Der parlamentarische Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherpolitik spricht sich für Änderungen in der Kommissions-Vorlage aus. Konkret soll nach Ansicht des Ausschusses die Option auf Tätowierung nach einer achtjährigen Übergangsperiode auslaufen und anschließend nur noch eine standardisierte Kennzeichnung durch Mikrochips zugelassen werden. Die Kennzeichnung solle zudem auch Informationen über den Tierhalter enthalten.
Derzeit sind vor allem in Großbritannien die Grenzen für Haustiere dicht. Dort gilt eine sechsmonatige Quarantäne. Begründet wird diese Maßnahme damit, dass das Königreich tollwutfrei ist und auch bleiben wolle. Eine ähnliche Regelung gibt es in Schweden.
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