Regierungssprecher: Keine "Verhandlungen"

Die philippinische Staatspräsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat am Donnerstag überraschend ihren inhaftierten Amtsvorgänger Joseph Estrada im Gefängnis besucht. Sie wolle sich ein Bild von den Haftbedingungen machen, sagte ein Regierungssprecher.
Dabei gehe es in keiner Form um "Verhandlungen", betonte er. Anhänger des Ex-Staatschefs und Sicherheitskräfte hatten sich zwei Tage zuvor blutige Straßenschlachten geliefert.
Die Regierung bezichtigt Vertraute Estradas, einen Umsturz geplant zu haben. Die Vollmachten von Polizei und Militär wurden erweitert. Vier der angeblichen Verschwörer sitzen inzwischen in Haft. Nach Angaben des Regierungssprechers gab es ein kurzes Treffen zwischen Macapagal Arroyo und Estrada in dessen Spezialgefängnis, etwa 50 Kilometer außerhalb der Hauptstadt.
Estrada war am 25. April wegen "wirtschaftlicher Plünderung" des Landes verhaftet worden. Der Prozess gegen den früheren Staatschef soll am 27. Juni beginnen.
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