Peinlich! Pentagon spricht von irrtümlicher Verfügung

Analyse:
Militärisches in US-Politik verselbständigt sich
Der nächste faux pas, direkt ins chinesische Fettnäpfchen! Diesmal aber nicht von Präsident Bush, sondern einem Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums: Angekündigt wurde der Abbruch aller militärischen Beziehungen zwischen Amerika und China. "Ein Irrtum!" folgte nach einigen Stunden eine hastige Erklärung...
Das Pentagon in Washington zog am Mittwoch Abend (Ortszeit) ein Memorandum zurück, in dem von einem Abbruch der Militärkontakte zu China die Rede gewesen war. Pentagon-Sprecher Craig Quigley sagte, es sei von einem Mitarbeiter des Ministeriums verfasst worden. Der eine Direktive von Verteidigungsminister David Rumsfeld falsch verstanden habe.
Nur wenige Stunden zuvor hatte ein anderer Ministeriumssprecher mitgeteilt, Rumsfeld habe "bis auf weiteres die Aussetzung aller Programme, Kontakte und Aktivität des Verteidigungsministerium mit der Volksrepublik China angewiesen."
Direktive bereits am Montag ausgegeben
Die Direktive war von Rumsfeld am Montag ausgegeben worden. Danach würden zwar die Beziehungen zu den chinesischen Streitkräften überprüft, von einem Abbruch könne aber überhaupt keine Rede sein, sagte Quigley. Rumsfeld habe lediglich sicherstellen wollen, dass alle vorgesehenen Kontakte mit China auf militärischem Gebiet überprüft und vom Verteidigungsministerium von Fall zu Fall genehmigt würden.
Das Memorandum war wenige Stunden zuvor den Medien in der US-Bundeshauptstadt zugespielt worden. Rumsfeld habe das Schriftstück, das für die Sekretariate der Teilstreitkräfte, dem Büro der Vereinten Stabschefs und hochrangige zivile Pentagon-Beamte bestimmt gewesen sei, vorher nicht gesehen, sagte Quigley weiter.
US-Experten weiter auf Hainan beschäftigt
Die Verwirrung um den angeblichen Abbruch der Militärbeziehungen erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich ein Team amerikanischer Experten auf der südchinesischen Insel Hainan aufhält, um das dort am 1. April nach einem Zusammenstoß mit einem chinesischen Abfangjäger notgelandete Spionageflugzeug zu untersuchen und festzustellen, was zur Rückführung der Maschine in die USA nötig ist.
Der Luftzwischenfall vom 1. April und Äußerungen von Präsident George W. Bush zur Verteidigung Taiwans haben die Beziehungen zwischen Washington und Peking nachhaltig belastet. Es war am Mittwoch nicht absehbar, ob die offenbare Panne mit dem Memorandum weitere Auswirkungen haben wird. Quigley erklärte, für Mai seien ohnehin keine militärischen Kontakte mit China geplant gewesen.
Familiendrama in St. Pölten21:30
Vater schießt auf SohnUnfassbarer Vorfall in Volksschule Wagram. Auch Tochter aus Klasse geholt
Canyoning-Unfall20:30
Zwei TodesopferTeilnehmer einer Gruppe stürzen in Bachbett - Beide erleiden tödliche Verletzungen
Fleischfressende Bakterien10:56
Angst vor Killer-KeimenStudentin in den USA ringt ums Überleben - Expertin klärt auf: Fälle auch in Österreich
