Anwalt: Beamte trifft keine Schuld

Das dritte und in der Causa Marcus Omofuma voraussichtlich entscheidende Gutachten des deutschen Gerichtsmediziners Bernd Brinkmann ist eingetroffen. Das Ergebniss: Marcus Omofuma ist den Erstickungstod gestorben.
Der Nigerianer Marcus Omofuma war am 1. Mai 1999 im Zuge seiner Anschiebung auf dem Flug nach Sofia ums Leben gekommen, nachdem ihm die drei begleitenden Fremdenpolizisten mittels Klebeband den Mund verschlossen hatten. Gegen sie wird seither ermittelt.
Der Anwalt der drei Fremdenpolizisten weist jedoch jede Schuld seiner Mandanten zurück. "Den Beamten ist keinerlei schuldhaftes Verhalten nachzuweisen", so der Verteidiger.
Dem Anwalt zufolge geht Brinkmann davon aus, dass Omofuma erstickte. Brinkmann weise aber darauf hin, dass der Nigerianer vor und während seiner Abschiebung besonders heftigen Widerstand leistete. Es sei die "Anstrengung eines Leistungssportlers" gewesen. "So bedauerlich der Tod von Marcus Omofuma auch ist, er hat ihn sich selbst zuzuschreiben", sagte der Anwalt.
Für den Rechtsvertreter der Angehörigen, Georg Zanger, ist eine Schuld von Marcus Omofuma auf Grund der Zusammenfassung des Gutachtens von Bernd Brinkmann "absurd".
Familiendrama in St. Pölten21:30
Vater schießt auf SohnUnfassbarer Vorfall in Volksschule Wagram. Auch Tochter aus Klasse geholt
Canyoning-Unfall20:30
Zwei TodesopferTeilnehmer einer Gruppe stürzen in Bachbett - Beide erleiden tödliche Verletzungen
Fleischfressende Bakterien10:56
Angst vor Killer-KeimenStudentin in den USA ringt ums Überleben - Expertin klärt auf: Fälle auch in Österreich
