Washington will ABM-Vertrag ändern oder streichen

"Star Wars II" rückt näher: Die US-Regierung will nach Presseberichten mit ihren Plänen für ein Raketenabwehrschild voranpreschen und soll darüber bereits ihre europäischen Partner informiert haben.
Am Dienstag wolle Präsident George W. Bush eine Rede über die groben Grundzüge seiner Pläne halten, berichtete die "New York Times" am Montag. Dabei werde er zwar vermutlich noch keine entscheidenden neuen Details bekannt geben, doch in der Regierung und im Verteidigungsministerium werde bereits intensiv an der Vorbereitung der Raketenabwehr gearbeitet.
Die europäischen Partner seien auf "privaten" Wegen klar darüber informiert worden, dass Washington den ABM-Vertrag von 1972 abändern oder ganz streichen wolle. Moskau beruft sich bei seiner Ablehnung der US-Pläne unter anderem auf diesen Vertrag, der strikte Regeln für den Aufbau einer Raketenabwehr enthält.
Wie die Zeitung weiter berichtet, gibt es im Pentagon bereits konkrete Pläne für den Aufbau des Abwehrschildes. So habe eine Arbeitsgruppe unter Verteidigungsminister Donald Rumsfeld die Entwicklung luftgestützter Laser vorgeschlagen. Später solle dann der Bau von Lasersystemen im Weltall angestrebt werden.
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