Keine offizielle Bestätigung

Die Untersuchungshaft für den jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic ist laut Medienberichten verlängert worden. Unter Berufung auf Milosevics Anwalt Toma Fila wurde berichtet, dass der Ex-Präsident vorerst in Haft bleibe.
Milosevic war am 1. April wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs in Belgrad festgenommen und für dreißig Tage in Untersuchungshaft gesetzt worden. Eine Haftverlängerung war erwartet worden, ein genaues Datum wurde jedoch nicht genannt. Fila hatte vor kurzem gesagt, er rechne damit, dass sein Mandant noch für weitere zwei Monate in Haft bleibe.
Fila sagte, er werde nach einem Besuch bei Milosevic im Gefängnis genauere Informationen haben. Eine offizielle Bestätigung für die Verlängerung der Untersuchungshaft war zunächst nicht zu erhalten.
Milosevic soll in seiner Heimat wegen Amtsmissbrauchs und Korruption der Prozess gemacht werden. Das Haager Kriegsverbrechertribunal der Vereinten Nationen, das Milosevic der Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt hat, fordert die Auslieferung des Ex-Präsidenten. Dies hat Jugoslawien bisher abgelehnt.
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