Samstag, 28. April 2001

Wechsel an der Konzernspitze auf Mediobanca-Wunsch

Gianfranco Gutty folgt Alfonso Desiata als Präsident des italienischen Versicherungskonzerns Generali nach. Dies hat der Generali-Aufsichtsrat Samstag Nachmittag im Anschluss an die Hauptversammlung in Triest beschlossen.

Damit ist der vom Generali-Großaktionär Mediobanca betriebene Wechsel an der Konzernspitze vollzogen.

Gutty bleibt neben seiner neuen Aufgabe als Vorsitzender des 20-köpfigen Verwaltungsrats weiterhin auch Chef des operativen Spitzenmanagements, das von zwei auf drei Vorstandsdirektoren erweitert wird. Als Aufsichtsratspräsident hat Gutty künftig drei statt bisher zwei Stellvertreter zur Seite, darunter neu jetzt auch den mittlerweile 77-jährigen früheren Generali-Präsidenten Antoine Bernheim, der damit ein Comeback feiert.

Die Generali-Aktionäre beschlossen am Samstag in der Hauptversammlung neben der neuen Zusammensetzung des Verwaltungsrates eine Dividendenerhöhung von 0,238 auf 0,258 Euro je Aktie sowie einen Aktienrückkauf für ein Stock-Options-Programm zu Gunsten des Managements. Die Aktien notierten zuletzt knapp über 35 Euro.

Der Konzern der Assicurazioni-Generali Spa erzielte im Vorjahr einen Nettogewinn von 1,425 Mrd. Euro (19,6 Mrd. S) und nahm mit seinen mehr als 57.000 Mitarbeitern weltweit 44,42 Mrd. Euro Prämie ein.

Hauptaktionär von Generali ist mit rund 14 Prozent die Mailänder Investmentbank Mediobanca, gefolgt von der Banca d'Italia, der italienischen Nationalbank, mit 4,55 Prozent. Insgesamt zählt die Generali-Versicherung rund 450.000 Aktionäre.

28.4.2001 16:51