Freitag, 27. April 2001

Das Ende der Airline wird dafür in Kauf genommen

Bei der Lauda-air hat der Abgang von Kurzzeit-Chef Ferdinand Schmidt zur ÖBB wieder heftige Diskussionen um das Überleben der Airline ausgelöst. Wie das neue FORMAT berichtet, wollen die Lauda-Piloten einen kompletten Merger mit der AUA - auch um den Preis, dass die Marke Lauda verschwindet.

Johannes Kuntner, Betriebsrats-Chef des fliegenden Personals, zum FORMAT: "Unser Ziel ist die volle AUA-Fusion mit einheitlichem Kollektivvertrag für alle. Ein Merger würde genug sparen, damit man uns endlich ordentliche Gehälter zahlen kann. Wir verdienen immer noch 50 Prozent weniger als die Kollegen bei der AUA."

Die Piloten verlangen eine Angleichung ihrer Gagen an jene der AUA-Kollegen. Am 2. Mai findet die nächste KV-Runde statt, wo erste Schritte in diese Richtung versucht werden sollen. Für mehr Cash nehmen Kuntner und seine Kollegen auch das Ende der Lauda-air in Kauf: "Ob es sich dann noch auszahlt, Lauda zu erhalten, müssen die Kapazunder in den Marketingabteilungen entscheiden. Es gibt sowieso Konzepte für eine schrittweise Einstellung." Wörtlich wird Kuntner in FORMAT zitiert: "Ein Pilot, der im Flieger sitzt, sieht eh nicht, was außen drauf steht - pragmatisch betrachtet."

Innerhalb der Lauda-Belegschaft kündigt sich eine massive Auseinandersetzung an. Denn das Bodenpersonal wehrt sich gegen eine Vollintegration.

Bammer: Kostenvorteil sichert Lauda
Um den Personalaufwand nicht in die Höhe zu treiben, hält die AUA-Spitze derzeit noch an der Marke Lauda fest. Austrian-Vorstand Herbert Bammer stellt FORMAT gegenüber mit glasklarer Logik fest: "Die Leute sollten sich das gut überlegen. Wenn die Lauda ihre Kostenvorteile verliert, hat sie keinerlei Existenzberechtigung mehr. Die Marke allein ist nicht stark genung."

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT.

27.4.2001 12:19