Freitag, 27. April 2001

Nasdaq Technologiebörse will selbst an die Börse

Die US-Technologiebörse Nasdaq will selbst an die Börse gehen. "Ein öffentliches Aktienangebot ist eine natürliche nächste Stufe in der Entwicklung der Nasdaq", erklärte der Chairman des zweitgrößten US-Aktienmarkts, Frank Zarb

Mit einem solchen Schritt werde die Nasdaq ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und ihren Markt für Investoren und Unternehmen rund um den Globus verbessern.

Das genaue Datum des Börsengangs hänge von einer Reihe von Faktoren ab, unter anderem den Marktbedingungen. Die Höhe der Emission liege noch nicht fest. Nasdaq-Vertreter hatten sagten indes, die Streuung der Aktien solle so groß wie möglich sein.

Die Nasdaq war 1971 von der National Association of Securities Dealers (NASD) gegründet worden. Im vergangenen Jahr sprachen sich die NASD-Mitglieder dafür aus, die Nasdaq zu einer gewinnorientierten Publikumsgesellschaft umzuwandeln. Nach einer Reihe von Privatplatzierungen gehört die Börse der NASD nur mehr noch zu zehn Prozent.

Die Nasdaq wäre die erste US-Börse, die selbst an der Börse notiert ist. Der weltweit größte Aktienmarkt, die New York Stock Exchange, hat nach Angaben eines Sprechers derzeit keine Pläne für einen Börsengang. Die Deutsche Börse AG war Anfang Februar an den Markt gegangen.

27.4.2001 11:58