Drosselung wegen Absatz-Rückgang

In der niederösterreichische Semperit Reifen GmbH herrscht wieder Aufregung: Die zum deutschen Continental-Konzern gehörende Semperit Reifen muss bis Ende des heurigen Jahres aller Voraussicht nach 300 bis 350 der insgesamt 1.750 Jobs streichen.
Das wurde am Freitag bei einer Betriebsversammlung in Traiskirchen bekannt. Dies entspricht rund einem Viertel der unmittelbar am Produktionsprozess beteiligten Belegschaft.
Das Werk, das in diesem Sommer bereits einen etwa dreiwöchigen Betriebsurlaub eingeplant hat, wird möglicherweise Kurzarbeit einführen und mit Sonderabfertigungen einen "freiwilligen" Abgang von Mitarbeitern fördern müssen. Die Alternative dazu wären Kündigungen - zumindest, wenn sich der Absatz nicht wesentlich bessert, sagte Arbeiterbetriebsratsobmann Alfred Artmäuer am Freitag.
Nach alarmierenden Produktionskürzungen für das Traiskirchner Werk war Artmäuer am Montag kurzfristig zu Conti-Chef Stephan Kessel gereist, wo es gelungen sei "Missverständnisse" auszuräumen. "Nach dem Stand der Dinge vom Donnerstag vergangener Woche hätten 900 der etwa 1.200 Produktionsjobs gestrichen werden müssen. Damit wäre der Standort tot gewesen", sagte Artmäuer.

