Rettberg will Trendwende einleiten

Die börsenotierte Libro-Gruppe liegt mit den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000/01 (per Ende Februar) deutlich unter den Erwartungen. Das noch ungeprüfte Konzernergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) stürzte von plus 6,5 Mill. Euro auf minus 16,7 Mill. Euro (-230 Mill. S).
Der konsolidierte Umsatz habe sich um 16 Prozent auf 396,9 (342,9) Mill. Euro verbessert, teilte das Unternehmen am Freitag ad-hoc mit.
Damit liegt das vorläufige Ergebnis unter den Schätzungen von Analysten, die im Durchschnitt mit einem EBITDA-Verlust von 12,5 Mill. Euro gerechnet hatten.
"Hauptgrund für die negative Ergebnissituation waren hochgesteckte Ziele, deren Umsetzung wir unter geänderten Rahmen- und Marktbedingungen nicht realisieren konnten," begründet Vorstandsvorsitzender Andre Rettberg das Ergebnis. Zusätzlich seien im vierten Quartal "einige bis dahin unvorhersehbare Faktoren" aufgetreten, die ebenfalls negativ auf das Ergebnis durchgeschlagen hätten.
Das Deutschland-Geschäft entwickelte sich auf Grund einer falschen Markteinschätzung weit unter den Erwartungen, so das Unternehmen.
Im laufenden Geschäftsjahr will Rettberg mit einem bereits vom Aufsichtsrat genehmigten Konzept eine Trendumkehr einleiten. Dieses Konzept sieht als einen der Eckpfeiler die Neustrukturierung des Konzerns vor. Dies bedeutet eine deutliche Abgrenzung der Positionierungen von Libro und Amadeus wie deren rechtliche Verselbstständigung, weiters eine rigorose Überprüfung des Deutschland-Engagements.

