Mitgliedsbeiträge sinken um 30 Prozent

Die österreichische Wirtschaftskammer gibt grünes Licht für das bisher umfassendste Reformpaket ihrer jüngeren Geschichte. Die Novelle wurde einstimmig am Kammertag beschlossen. Jetzt muss der Entwurf noch vom Parlament verabschiedet werden.
Wesentliche Punkte der Reform sind eine Senkung der Mitgliedsbeiträge um 30 Prozent, Sparmaßnahmen in der Organisation, Anpassungen beim Wahlrecht und eine Vereinfachung der Führungsgremien.
Mit dem außerordentlichen Kammertag geht nach fünf Monaten die "Konzeptphase" der Kammerreform zu Ende. Mit der etappenweisen Senkung der Kammerbeiträge ab 1. Jänner 2002 wird die Reform auch in den Geldbörsen der rund 300.000 Pflichtmitglieder spürbar werden.
Kammerpräsident Christoph Leitl (Wirtschaftsbund) ist es in den vergangenen Tagen gelungen, die Unterstützung der drei weiteren, im Kammertag vertretenen Fraktionen (Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender, Freier Wirtschaftsverband, Industrie-Liste) zu gewinnen. Wesentliche Veränderungen am Freitag von der Kammer verabschiedeten Entwurf durch das Parlament gelten daher als wenig wahrscheinlich. Allgemein wird mit einer formellen Verabschiedung des neuen Kammergesetzes noch vor dem Sommer gerechnet.

