Donnerstag, 26. April 2001

Mitgliedsbeiträge sollen um 30% sinken

Die österreichische Wirtschaftskammer gibt am Freitag grünes Licht für das bisher umfassendste Reformpaket ihrer jüngeren Geschichte. Wesentliche Punkte der Reform sind eine Senkung der Mitgliedsbeiträge um 30 Prozent, Sparmaßnahmen in der Organisation, Anpassungen beim Wahlrecht und eine Vereinfachung der Führungsgremien.

Der Kammertag, das höchste Beschlussorgan der 300.000 Mitglieder zählenden Unternehmerorganisation, wird voraussichtlich einstimmig einen Entwurf für ein neues Kammergesetz gut heißen, das freilich erst vom Parlament verabschiedet muss.

Mit dem außerordentlichen Kammertag geht nach fünf Monaten die "Konzeptphase" der Kammerreform zu Ende. Mit der etappenweisen Senkung der Kammerbeiträge ab 1. Jänner 2002 wird die Reform auch in den Geldbörsen der rund 300.000 Pflichtmitglieder spürbar werden.

Kammerpräsident Christoph Leitl (Wirtschaftsbund) ist es in den vergangenen Tagen gelungen, die Unterstützung der drei weiteren, im Kammertag vertretenen Fraktionen (Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender, Freier Wirtschaftsverband, Industrie-Liste) zu gewinnen. Wesentliche Veränderungen am Freitag von der Kammer verabschiedeten Entwurf durch das Parlament gelten daher als wenig wahrscheinlich. Allgemein wird mit einer formellen Verabschiedung des neuen Kammergesetzes noch vor dem Sommer gerechnet.

26.4.2001 22:21