Silvester-Stress: 5.000 Mann füttern 2.500 Bankomaten

Top-Infos zum EURO
Eine Tausch-Aktion von gigantischem Ausmaß steht Österreich bevor: In der Silvesternacht 2001/2002 müssen 5.000 Geldautomaten "euro-fit" gemacht werden. 1. Schritt: Schilling-Scheine raus. 2. Schritt: Geldlade raus - da passen nämlich die neuen Euros nicht rein! 3. Schritt: Neue Geld-Lade rein. 4. Schritt: Euro-Scheine rein.
Und ausgerechnet zu Silvester erwartet Ewald Judt, Geschäftsführer der Bankomat-Betreibergesellschaft Europay, einen Run zum Bankomaten. Aber: "Die Umtausch-Aktion ist generalstabsmäßig geplant", rechnet er beim NEWS Networld-Interview mit einem reibungslosen Umtausch.
Die Bankomatkarte wird bei der ersten Transaktion automatisch auf Euro umgestellt. In den Stunden davor müssen die österreichweit 2.500 Bankomaten mit den neuen Scheinen versorgt werden. Man werde jedenfalls für eine rasche Nachbefüllung sorgen.
Pro Bankomat werden zwei Geldkasetten mit je 2.200 10 Euro bzw. 100 Euro-Scheinen bestückt. In Summe werden am 31. Dezember somit rund 605 Mill. Euro (8.325 Mrd. S) in der ersten Tranche allein in die Bankomaten gesteckt. Je zwei Bankmitarbeiter werden den Wechsel von Schilling in Euro-Banknoten für jeden Bankomat in Österreich durchführen.
Die Personalkosten bei Hardware-Umstellung, also dem Wechsel bzw. dem Nachfüllend er Geldkassetten müssen von der jeweiligen Bank getragen. Die Umstellungskosten der Europay für die Software liegen laut Judt bei 15 bis 20 Mill. S.
Spätestens am 1. Jänner 2002 ab 1.00 Uhr sollten alle österreichischen Geldausgabeautomaten nur mehr Euro ausgeben. Von den insgesamt mehr als 40.000 Bankomatkassen sind laut Judt derzeit nur mehr 1.400 Stück nicht Euro-fähig.

