Parkett-Handel für rund eine Stunde unterbrochen

Eine Bombendrohung hat am Donnerstag den Handel auf dem Parkett der größten deutschen Wertpapierbörse in Frankfurt zwei Stunden lang lahm gelegt. Die Polizei räumte nach der anonymen telefonischen Drohung das Zentralgebäude der Deutschen Börse AG und das Börsengebäude für den Parketthandel. Eine Suche nach der angeblichen Bombe blieb ohne Ergebnis.
Ein unbekannter männlicher Anrufer hatte nach Mitteilung der Polizei gegen 11.00 Uhr zwei Mal gedroht, um 12.00 Uhr werde in der Börse eine Bombe hoch gehen. Die Polizei veranlasste daraufhin, dass sowohl die rund 1.000 Angestellten der Börsenzentrale als auch etwa 600 Mitarbeiter in dem City-Gebäude ihre Büros verlassen mussten.
An der Räumungsaktion beteiligten sich auch die rund 200 Beschäftigte der Industrie- und Handelskammer, die im Börsengebäude Innenstadt untergebracht sind. Nachdem die Durchsuchung der Häuser mit Hilfe von Sprengstoffspürhunden nichts ergeben hatte, konnten die Mitarbeiter der Börsenzentrale gegen 12.30 Uhr und die des Börsengebäudes in der Innenstadt gegen 13.45 Uhr wieder an ihre Arbeitsplätze.
Parketthandel wurde unterbrochen
Der Parketthandel in der Börse war in der Zeit des Bombenalarms unterbrochen. Der Computerhandel Xetra wurde indessen nicht beeinträchtigt. Das der Löwenanteil des Umsatzes, rund 85 Prozent, inzwischen über das elektronische Handelssystem abgewickelt wird, blieb der Schaden vermutlich begrenzt. Alle Aufträge sind noch da, betonte Börsen-Sprecher Walter Allwicher.
Erkenntnisse über den Urheber der Drohung hatte die Polizei zunächst nicht, auch zu den möglichen Motiven konnten die Beamten nichts sagen.
Die Frankfurter Börse war bereits mehrmals Ziel von Sprengstoffdrohungen. Geräumt wurde das Haus zuletzt im Juni 1997, als ebenfalls ein unbekannter Anrufer eine Bombenexplosion angekündigt hatte. Nachdem die Polizei das Gebäude damals ergebnislos abgesucht hatte, konnten die Mitarbeiter damals nach knapp einer Stunde wieder an ihre Arbeitsplätze.

