Swissair Finanzspritze von 9 Mrd. Schilling

Die angeschlagene Schweizer Fluglinie Swissair soll eine Finanzspritze von einer Milliarde Franken (etwa neun Mrd. Schilling/650 Mio Euro) erhalten. Das wurde am Mittwoch am Rande der Hauptversammlung des Dachkonzerns SAir-Group in Zürich bekannt.
Das Geld soll von der Credit Suisse First Boston, der Deutschen Bank und der City Bank kommen. Außerdem will das Unternehmen, das 2000 einen Verlust von 2,88 Milliarden Franken eingeflogen hatte, aus den Beteiligungen bei den französischen Fluglinien AOM und Air Liberte aussteigen. Ferner wurde bekannt, dass der Name SAir-Group ab sofort in Swissair-Group geändert werden soll.
Als erster Sieg der Konzernspitze unter dem erst kürzlich vom Nestle-Konzern zu SAir gekommenen Manager Mario Corti wurde die Genehmigung der Jahres- und Konzernrechnung gewertet. Nur ein auf 14 Prozent bezifferter Stimmenanteil votierte dagegen. Insgesamt waren auf der Versammlung 39,4 Prozent des Aktienkapitals vertreten. Anteilseigner sind auch der Schweizer Bund und einzelne Kantone.
Während der Hauptversammlung sackten die Kurse des Flugverkehrskonzerns an der Schweizer Börse ab, schlossen dann aber doch noch mit 111 Franken und damit 1,37 Prozent höher als am Vortag. Wie es hieß, hat die Gruppe im ersten Quartal 2001 den Umsatz um 8,2 Prozent gesteigert.

