Mittwoch, 25. April 2001

2000 "ausgezeichnetes Fleischjahr

Seit Ostern geht es mit dem österreichischen Fleischhandel wieder bergauf. Die derzeitige Entwicklung verlaufe "überaus erfreulich", erklärte Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der Agrarmarketing Austria Marketing (AMA), am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.

Die Fleischkrise werde sich im heurigen Jahr voraussichtlich mit einem Minus von fünf Prozent zu Buche schlagen.

Der Fleischkonsum in Tirol sowie in den übrigen Bundesländern sei seit Dezember des Vorjahres bis Februar 2001 um 20 bis 30 Prozent zurückgegangen, betonte Mikinovic. Das Jahr 2000 sei hingegen ein "ausgezeichnetes Fleischjahr" gewesen. Der österreichische Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch habe im vergangenen Jahr etwa 100 Kilogramm betragen. Das würde einen Verzehr von rund 66 Kilogramm reinem Muskelfleisch pro Einwohner bedeuten.

Die Einbrüche in den Monaten Jänner und Februar werde die Fleischwirtschaft heuer "nicht mehr aufholen" können. Daher sei 2001 voraussichtlich mit einem Minus von fünf Prozent zu rechnen, wenn die "Situation stabil" bleibe. Denn das Auftreten eines BSE-Falles in Österreich könne "nach wie vor nicht ausgeschlossen werden". Der Konsument habe bei Rindfleisch voraussichtlich "nach oben hin keine" Preisentwicklung zu befürchten.

Der "Schlachtviehablauf" funktioniere in Tirol "wieder annähernd normal", betonte der Gremialvorsteher des Tiroler Agrarhandels, Michael Falkner. In Tirol würden rund 30.000 Rinder und doppelt so viele Schweine pro Jahr geschlachtet. Wichtiger als Schlachtvieh seien für Tirol die Sammeltransporte der Tiere. Daher sei MKS derzeit ein größeres Problem für die Tiroler Wirtschaft als BSE.

25.4.2001 17:15