Freude über Kinder-Geldregen

Zumindest in Sachen Babys kann sich Österreichs Regierung locker mit der Welt- und Europa-Spitze messen. Übersteht der Regierungsentwurf die Begutachtungsfrist ohne neuerliche schwere Schrammen, wird Österreich zumindest beim Geldregen für die Kleinsten tatsächlich an der Spitze sein.
Dementsprechend positiv wird das Kindergeld auch von den Österreichern in der ersten großen Umfrage dazu bewertet. Die Daten der NEWS-Gallup-Umfrage (500 telefonische Interviews):
- 46 Prozent sehen das Kindergeld positiv oder sehr positiv,
- 26 Prozent sehen es als sehr negativ oder negativ.
Angesichts des historischen Tiefstandes an Karenzgeld-Bezieherinnen von derzeit nur noch 76.000 Frauen (und wenigen Männern) scheint freilich das wichtigste Ziel des Kanzlers in Sachen Kindergeld schon am Start klar verfehlt: Die Geburtenrate wird auch in Österreich - wie in anderen Industriestaaten, die massiv Geld für Jungfamilien ausgeben - nicht steigen.
- 62 Prozent der Österreicher glauben nicht daran, dass dem Geldsegen auch der Kinder-Regen folgen wird.
- Auf die Frage, ob es für die Österreicher persönlich ein Anreiz wäre, (noch) ein Kind zu bekommen, antworten gar 85 Prozent, dass das Kindergeld bei solchen Entscheidungen für sie absolut keine Rolle spielt.
Und auch im Streit um die - teilweise sauteuren - Details des Kindergelds muss die Regierung vorsichtig sein:
- Denn eine klare Mehrheit von 52 Prozent glaubt lediglich, dass das Kindergeld "nur kurzfristig finanzierbar" ist. 26 Prozent bezweifeln die Finanzierbarkeit zur Gänze. Gerade einmal 19 Prozent glauben Schüssel & Co die Finanzierbarkeit auf Dauer.

