Dienstag, 24. April 2001

Steak & Tafelspitz haben wieder Saison

Ein saftiges Steak oder ein Tafelspitz mit Rösti - die Österreicher lassen sich das Rindfleisch jedenfalls gut schmecken. In der Alpenrepublik wird wieder gleich viel Fleisch verbraucht wie vor Ausbruch der BSE-Krise. Mahlzeit.

Die Bauern erhalten aber im EU-Schnitt dafür um ein Fünftel weniger als vor Ausbruch der BSE-Krise im Herbst 2000. Dies geht aus den jüngsten Statistiken hervor, die die EU-Kommission am Dienstag in Luxemburg veröffentlichte. Der Preisrückgang liegt zwischen 21,4 Prozent für junge Rinder und 26,1 Prozent für Milchkühe.

In der EU wird insgesamt weniger Rind verspeist
EU-weit gibt es einen Rückgang des Rindfleischverbrauchs um 18 Prozent, so die Statistik der EU-Kommission. Das sei zwar eine deutliche Verbesserung gegenüber dem 23-prozentigen Minus vor einem Monat. Es sei aber unklar, ob das schon eine dauerhafte Erholung bedeute oder nur auf den Mehrverbrauch über Ostern zurückzuführen sei. In Deutschland liegt der Verbrauch immer noch um 40 Prozent niedriger als vor der Krise.

Bisher wurden 190.939 t Fleisch von der EU zur Einlagerung angekauft (Intervention). Außerdem wurden 481.881 Rinder (rund 160.000 t Fleisch) zur Vernichtung oder Verschenkung angekauft. Damit wurden seit Beginn der Krise rund 350.000 t vom Markt genommen.

Dazu kommen die Maßnahmen in Großbritannien im Zuge der Maul- und Klauenseuche (MKS), die zur Zerstörung von 110.000 t Rindfleisch, 23.000 t Schaffleisch und 12.000 t Schweinefleisch geführt haben. Da ein Teil davon ohnehin vernichtet worden wäre, wurden durch die MKS etwa 60.000 t zusätzlich vernichtet, schätzt die EU-Kommission.

Hohe Ausfälle beim Fleischexport
Aus Österreich wurden zuletzt 205 t Rindfleisch zur Verschenkung eingelagert, erinnert die EU-Kommission. 94 Prozent der Rindfleischexporte der EU, 73 Prozent der Schweinefleischexporte und 31 Prozent der Geflügelexporte sind derzeit ausgefallen, so die EU-Kommission.

24.4.2001 14:18