Dienstag, 24. April 2001

Leistungsbilanz-Defizit Österreichs 2000 leicht gesunken

Das österreichische Leistungsbilanzdefizit ist im Jahr 2000 leicht zurückgegangen. Nach Angaben der Oesterreichischen Nationalbank sank der Negativ-Saldo von 85,5 Mrd. S 1999 auf 80,9 Mrd. S im Jahr 2000. Das sind 2,8 Prozent des BIP, verglichen mit 3,2 BIP-Prozent im Jahr 1999.

Die geringfügige Verbesserung der Leistungsbilanz ergab sich laut OeNB aus geringeren negativen Salden bei den Einkommen (-2,4 Mrd. Euro) und bei den Transfers (-1,5 Mrd. Euro). Demgegenüber ist das Defizit der Güter- und Dienstleistungsbilanz auf -2 Mrd. Euro gewachsen, wie die OeNB am Dienstag bekannt gab.

Die Ölpreissteigerungen, die in früheren Jahren stärker auf die Leistungsbilanz durchgeschlagen hatten, konnten 2000 durch eine gute Exportentwicklung abgefangen werden. Die österreichische Exportquote erreichte mit 33 Prozent des BIP einen neuen Rekordwert, wobei Mittel- und Osteuropa eine zunehmend wichtige Rolle spielte.

Im Reiseverkehr mit dem Ausland, der wichtigsten Position innerhalb des Dienstleistungsverkehrs, ist die Zahl der Ausländernächtigungen laut Statistik Austria nur um 0,1 Prozent gewachsen. Günstiger entwickelten sich aber die Deviseneinnahmen aus dem Reiseverkehr, die laut Nationalbank um 4,8 Prozent oder um 560 Mill. Euro auf rund 12,3 Mrd. Euro (169,3 Mrd. S) angestiegen sind.

Gleichzeitig wuchsen die Reiseverkehrsausgaben um 7,2 Prozent auf 10,0 Mrd. Euro, womit der Überschuss der Reiseverkehrsbilanz geringfügig auf etwas mehr als 2,3 Mrd. Euro anstieg.

24.4.2001 15:21