Dienstag, 24. April 2001

Vorm Walde gilt als erfolgreicher Sanierer

Das gespannte Warten auf den neuen ÖBB-Vorstand dürfte im Verlauf des heutigen Tages zu Ende sein: Neuer ÖBB-Generaldirektor wird nach Auskunft informierter Kreise der bisherige Chef der Berliner Verkehrsbetriebe, Rüdiger vorm Walde, der bisherige Generaldirektor Helmut Draxler scheidet aus.

Dies wurde nach offiziell noch unbestätigten Informationen in einer gestern Nacht abgehaltenen ÖBB-Aufsichtsratssitzung beschlossen worden.

Derzeit ist vorm Walde Vorstandsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), wo ihm Saniererqualitäten zugeschrieben werden. Die Zahl der Mitarbeiter bei der angeschlagenen BVG hat sich seit Anfang der 90-er Jahre halbiert, der Kostendeckungsgrad damit erhöht.

Vorm Walde war 1994 als Vorstandsmitglied zu den Berliner Verkehrsbetrieben gekommen, anschließend übernahm er den Vorsitz. Zuvor hatte der Senat lange nach einem neuen Mann für die Führungsspitze der BVG gesucht. Sein Vertrag war bis 2004 verlängert worden, der Senat hat eine Option auf eine weitere Verlängerung. Innerhalb des BVG-Vorstands hatte es jedoch Querelen gegeben. Im Clinch lag vorm Walde angeblich auch mit Verkehrssenator Peter Strieder (SPD).

Vor seiner Tätigkeit bei den Berliner Verkehrsbetrieben war vorm Walde Geschäftsführer der Kraftverkehrsgesellschaft (Braunschweig), Geschäftsführer der Bus-Gesellschaft Braunschweig-Salzgitter, Vorstandsmitglied der Braunschweiger Verkehrs-AG, Geschäftsführer der Landesgruppe Niedersachsen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sowie der Verkehrsgemeinschaft Harz.

24.4.2001 12:16