Kauf von Woodside gegen "nationale Interessen"

Die australische Regierung hat sich aus "nationalem Interesse" gegen den Aufkauf des einheimischen Mineralölkonzerns Woodside Petroleum durch den britisch-niederländischen Konkurrenten Shell gestellt.
"Ich habe entschieden, dass der Übernahmevorschlag von Shell den nationalen Interessen widerspricht", sagte Finanzminister Peter Costello am Montag in Canberra. Shell besitzt bereits gut 34 Prozent an Woodside und hatte zehn Mrd. australische Dollar (5,7 Mrd. Euro/78,9 Mrd. S) für die vollständige Übernahme geboten.
Woodside ist der größte Anteilseigner an den strategischen Öl- und Gasreserven an Australiens Nordwestküste. Nach der Entscheidung der Regierung verlor der australische Dollar sofort an Wert. Händler hatten die Zustimmung oder Ablehnung Canberras im Vorfeld als Beispiel dafür erklärt, wie offen Australien für ausländische Investitionen ist.

