Donnerstag, 26. April 2001

Grasser: Euro zahlt sich aus

Top-Infos zum EURO

Ab 1. März 2002 wird der Euro gesetzliches Zahlungsmittel sein, der Schilling verliert seine Gültigkeit. Die Bundesregierung garantiert, dass es bei der Umstellung keine "versteckten" Preiserhöhungen geben wird.

Die Bundesregierung gab heute eine Garantie ab, dass es keine "versteckten" Preiserhöhungen geben wird. "Es darf sich niemand ein Körberlgeld verschaffen", unterstrich Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V).

Umstellung kostet Österreich 14 bis 21 Mrd. S
Die Einmalkosten der Währungsumstellung wurden von der EU-Kommission auf 0,5 bis 0,75 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) beziffert. Für Österreich wären dies 14 bis 21 Mrd. S (bis zu 1,53 Mrd. Euro). Dem gegenüber stehen nach Rechnung von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (F) dauerhafte Einsparungen (u.a. deutlich weniger Transaktionskosten) von zumindest 0,5 Prozent des BIP, also mindestens 14 Mrd. S pro Jahr. Grasser: "Der Euro zahlt sich aus, für Österreich und Europa."

Kein Körberlgeld
Durch den Umstieg von Schilling und Groschen auf Euro und Cent werde es keine versteckten Preiserhöhungen geben und auch kein "Körberlgeld" für die öffentliche Verwaltung. Weder im privaten noch im öffentlichen Sektor dürften umstellungsbedingt Preise, Tarife, Steuern und Gebühren nach oben verändert werden. "Dafür garantieren wir", erklärte Grasser heute.

Doppelte Preisauszeichnung ab Oktober 2001
Zwischen dem 1. Oktober 2001 und mindestens bis zum 28. Februar 2002 sind die Firmen zur doppelten Preisauszeichnung verpflichtet. Laut Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) behält sich die Regierung vor, diese Frist bei Bedarf zu verlängern. Über die Gesetzestreue der Unternehmer wachen Behörden und Inspektoren der Euro-Preiskommision.

26.4.2001 13:31