RCD zog zwei Minister zurück

In der algerischen Berber-Region Kabylei gibt es seit Tagen anhaltende Unruhen. Diese gefährden zunehmend die von Präsident Abdelaziz Bouteflika eingeleitete Politik der nationalen Versöhnung.
Die sozialdemokratisch orientierte Berber-Partei RCD teilte mit, sie ziehe ihre beiden Minister aus der Regierung zurück. Der Beschluss wurde von Parteichef Said Sadi auf einer Pressekonferenz in Algier bekanntgegeben.
Bei den Auseinandersetzungen zwischen meist jugendlichen Demonstranten und der Polizei wurden nach Angaben von Augenzeugen allein am Wochenende rund 30 Menschen in der Kabylei getötet. Damit stieg die Zahl der Opfer in der Bergregion laut Medienberichten auf etwa 50. Die Demonstranten protestieren gegen die Regierung und fordern mehr Rechte für die Minderheit.
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