Doch Kindersklaven an Bord des Fährschiffs "Etireno" ?

Das Fährschiff "Etireno" ist nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" möglicherweise doch in den Handel mit Kindersklaven verwickelt gewesen. Mitarbeiter der Hilfsorganisation "terre des hommes" hätten 23 Kinder im Alter von drei bis 13 Jahren befragt, die ohne Begleitung auf dem Schiff in Benin (Westafrika) aufgegriffen worden waren.
"Fast alle gaben an, zum Arbeiten in Gabun unterwegs gewesen zu sein", sagte Bernard Boeton von "terre des hommes" dem Magazin. "Einige Kinder berichteten auch, dass ihre Familien dafür Geld erhalten hätten", sagte Boeton weiter.
Der unter nigerianischer Flagge fahrende Frachter war nach zweiwöchiger Irrfahrt Mitte April in Benin vor Anker gegangen. Unter den erschöpften Passagieren waren rund 43 Minderjährige. Der Fall hatte internationales Aufsehen erregt, weil UNICEF zuvor von 250 mutmaßlichen Kindersklaven an Bord gesprochen hatte. Eigentümer des Schiffes ist offenbar der nigerianische Bundesliga-Fußballer Jonathan Akpoborie, der beim VFL Wolfsburg spielt.
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