"Italien braucht eine tiefgreifende Erneuerung"

Der italienische Oppositionschef Silvio Berlusconi verspricht: Er will sich aus der Politik zurückziehen, sollte er nach fünf Jahren als Regierungschef seine Wahlprogramme nicht verwirklicht haben.
"Sollte ich am Ende meiner ersten Legislaturperiode meine Ziele nicht erreichen, verspreche ich, dass ich nicht mehr kandidiere", betonte Berlusconi bei einer Wahlrede in Mailand. Er sagte, er sei bereit, einen Pakt mit den Wählern in dieser Hinsicht abzuschließen.
"Sollte ich die Wahlen gewinnen, werde ich die Führung eines Landes mit zahlreichen Problemen übernehmen, wie etwa die Jugend-Arbeitslosigkeit oder die mangelnde Wetttbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Wenn wir der progressiven Verarmung stoppen wollen, müssen wir ein grosses Erneuerungsprojekt verwirklichen," betonte Silvio Berlusconi, der laut den jüngsten Meinungsumfragen nach sechs Jahren Opposition Favorit im Wahlkampf ist.
Berlusconi bezeichnete den Bericht der britischen Tageszeitung "The Economist" als "Müll", in dem er wegen seiner Interessenskonflikte und seiner Probleme mit der Justiz als Regierungschef "ungeeignet" bezeichnet wurde. Gianfranco Fini (gr. Bild neben Berlusconi), Chef der rechten Nationalallianz, verteidigte Berlusconi. "Die Linke ist verzweifelt, weil sie bald ihre Macht verlieren wird. Sie mobilisiert alle ihre Freunde, um Berlusconis Aufstieg zu stoppen", so Fini.
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