Freitag, 27. April 2001

Keine "scharf formulierte Antwort" Tschechiens

Das tschechische Außenministerium hat bestätigt, dass "wahrscheinlich schon ab heute", die tschechische Seite auf die jüngste Note aus Wien bezüglich des südböhmischen Atomkraftswerks Temelin antworten werde.

Der Sprecher des Ministeriums, Ales Pospisil, sagte aber, er würde nicht den Begriff "scharf formulierte Antwort" benutzen, wie er in den Medien aufgetaucht sei.

"Auf irgendwelche gut informierte und verheimlichte Quellen reagieren wir meistens nicht", meinte Pospisil. Er denke nicht, dass die tschechische Antwort "etwas sein wird, das über den Rahmen der guten nachbarschaftlichen Beziehungen hinausgehe". Für Tschechien sei der Melker Prozess auf keinen Fall unterbrochen worden.

Medien hatten unter Berufung auf nicht näher genannte "informierte Quellen" gemeldet, dass das tschechische Außenministerium eine "scharf formulierte Antwort" auf die jüngste österreichische diplomatische Note zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) des Atomkraftwerks Temelin vorbereite. Man arbeite an der Antwort schon seit Dienstag, hatte es laut CTK geheißen.

Österreich hatte die vorgelegte Dokumentation über die UVP für das Atomkraftwerk in der Vorwoche als nicht den Erwartungen entsprechend kritisiert, weshalb eine diplomatische Note mit den Forderungen Österreichs in Prag übergeben wurde.

27.4.2001 10:33