Wird Unabhängigkeitsreferendum verschoben?

Der montenegrinische Präsident Milo Djukanovic hat angedeutet, dass das Referendum über die Unabhängigkeit der Teilrepublik von Serbien verschoben werden könnte. Es ist das erste Mal, dass Djukanovic von dem Vorhaben abrückt, das Referendum am montenegrinischen Nationalfeiertag abzuhalten.
Der italienischen Zeitung "La Stampa" vom Dienstag sagte Djukanovic, über das Datum 13. Juli müsse auf Grund der neuen Mehrheitsverhältnisse in Montenegro nachgedacht werden. Am Sonntag hatten die Befürworter der Unabhängigkeit bei den Parlamentswahlen schlechter als erwartet abgeschnitten und nur wenige Stimmen mehr erhalten als die Befürworter des jugoslawischen Bundesstaats.
Der russische Außenminister Igor Iwanow bekräftigte erneut die Unterstützung Moskaus für einen Verbleib Montenegros in der Bundesrepublik Jugoslawien. Die Verfechter der Unabhängigkeit hätten nicht die erwarteten Ergebnisse erzielt. Ein Votum für die Abspaltung werde nun sehr schwer zu erreichen, hieß es in einer Erklärung aus Moskau.
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