165.000 fehlen - aber Regierung bleibt hart

Kanzler Schüssel und Vizekanzlerin Riess-Passer halten weiter an der Ausländerquote fest. Den bevorstehenden Arbeitskräfte-Mangel von 165.000 Menschen im Jahr 2005 wollen sie vor allem durch Maßnahmen im Bildungsbereich beikommen. Und: Das Alter für die Früh-Pension soll angehoben werden.
Auch wenn es laut einer Wifo-Studie im Jahre 2005 um 164.000 Arbeitskräfte zu wenig geben wird, ist die Regierung gegen eine Erhöhung der Ausländerquote. Sie setzt auf verstärkte Ausbildung. Die Uni-Reform soll dafür sorgen, dass qualifizierte Arbeitskräfte schneller ins Berufsleben einsteigen können. Als weitere Maßnahmen sind die Anhebung des Frühpensionsalters und eine Weiterbildungsoffensive unter Mitwirkung von Arbeitsmarktservice und Wirtschaft geplant.
Schüssel meint jedoch, dass es innerhalb der Ausländerquote eine "flexiblere Regelung" sinnvoll sei.
Scharfe Kritik von SPÖ und Grünen
Mit seinen heutigen Aussagen zum prognostizierten Arbeitskräftemangel in Österreich verspielt Bundeskanzler Schüssel den letzten Rest von Wirtschaftskompetenz der ÖVP, stellte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl fest. Die ÖVP befänden sich offensichtlich "in Geiselhaft der FPÖ".
Der Grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen meint, in der Frage der Zuwanderung von Arbeitskräften sei die FPÖ "wirtschaftspolitisch völlig blind".
Verzetnitsch fordert Expertengipfel
ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch hat am Dienstag einen Expertengipfel mit Sozialpartnern, Arbeitsmarktservice, Bildungspolitikern, Wirtschaftsforschern und der Regierung zur Behebung des Fachkräftemangels gefordert.
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