"Palästinensischer Staat Anliegen aller Moslems"

Der oberste geistliche Führer im Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat am Dienstag in Teheran eine Weltkonferenz zur Unterstützung des palästinensischen Widerstandes gegen Israel eröffnet. An dem Treffen nehmen Vertreter von 35 Staaten teil.
Organisiert wurde die "Internationale Konferenz zur Unterstützung der Intifada und der Islamischen Revolution in Palästina" auf Initiative von Parlamentspräsident Mehdi Karroubi.
Die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates sei ein Anliegen aller Moslems, betonte Khamenei. Er sprach von einem Scheitern des Nahost-Friedensprozesses und rief zur Fortsetzung der Intifada bis zur, wie er sagte, Befreiung der von Israel besetzten Gebiete auf. Khamenei hatte die palästinensische Führung unter Präsident Yasser Arafat wiederholt als "gedemütigte Gruppe" kritisiert, die sich dem israelischen "Usurpator" und den USA unterworfen hätte.
An der Tagung nehmen neben iranischen Spitzenpolitikern die Führer der drei militanten Organisationen Hisbollah, Hamas und Jihad (Islamischer Heiliger Krieg) teil. Bei einem Besuch in Teheran hatte der saudiarabische Innenminister Prinz Nayef vor einigen Tagen die USA davor gewarnt, Israel weiterhin uneingeschränkt zu unterstützen.
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