Gericht: Behauptung ist "ehrenrührig und unwahr"

Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ) hat in erster Instanz ein Zivilgerichtsverfahren in der Causa Marcus Omofuma verloren. Die Behauptung, Omofuma sei ein Drogendealer gewesen, sei "ehrenrührig und unwahr".
Das berichtet die Tageszeitung "Der Standard" in ihrer Dienstag-Ausgabe. Das Wiener Handelsgericht hatte demnach Haiders Behauptung, der bei seiner Abschiebung vor knapp zwei Jahren ums Leben gekommene Nigerianer sei ein Drogendealer gewesen, als "ehrenrührig und unwahr" eingestuft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Der Prozess war von Omofumas Hinterbliebenen, vertreten durch den Wiener Rechtsanwalt Georg Zanger, angestrengt worden. Laut Urteilsbegründung hatte Haider im September 1999 im ORF-Radio gesagt: "Ich hätte mir gewünscht, dass ein Regierungsmitglied mal die Frage gestellt hätte, was hat denn dieser Drogendealer, der da ums Leben gekommen ist, alles an unseren Kindern verbrochen, denen er die Drogen verabreicht hat?" Der Wahrheitsbeweis, dass Omofuma ein Drogenhändler gewesen sei, sei laut Gericht nicht erbracht worden. Laut Erstinstanzurteil müsse Haider seine Aussage im Radio widerrufen und die Prozesskosten der klagenden Partei übernehmen, schreibt "Der Standard".
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