Sonntag, 22. April 2001

FORMAT: Mehrheit glaubt, dass Steuern zu hoch sind

Die Österreicher stehen der von der Koalition geplanten Steuerreform skeptisch gegenüber. Gleichzeitig ist eine deutliche Mehrheit der Meinung, dass die derzeitige Steuerquote zu hoch ist. Das hat eine Umfrage des Instituts OGM im Auftrag von FORMAT ergeben.

Ungeachtet dessen wird die Arbeit von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (F) großteils positiv bewertet. 37 Prozent sehen sie als "gut", immerhin noch 41 Prozent als "passabel".

Nicht finanzierbares Wahlzuckerl?
Die von Grasser für 2003 angekündigte Steuerreform stößt bei den Österreichern jedoch auf Skepsis. 60 Prozent der Befragten stimmen dem Satz zu, diese Reform sei ein nicht finanzierbares "Wahlzuckerl". Nicht nur Oppositions-Wähler sind dieser Meinung, sondern auch 53 Prozent der ÖVP-Wähler.

Senkung der Lohnnebenkosten dringender
Die Forderung der Wirtschaft, noch vor einer Steuerreform die Lohnnebenkosten zu senken, wird von einer relativen Mehrheit (50 Prozent) der befragten Österreicher unterstützt.

Mehrheit sieht derzeitige Rekord-Steuerquote nicht gerechtfertigt
Die derzeitige Rekord-Steuerquote goutieren die Österreicher dagegen nicht. 56 Prozent der Befragten halten diese für "nicht gerechtfertigt". Besonders Wähler von SPÖ und Grünen sind dieser Ansicht. Dagegen sehen 40 Prozent der Befragten, vor allem FPÖ- und ÖVP-Wähler, die Steuerquote als "gerechtfertigt" an.

22.4.2001 05:15