Weinviertler Aktivisten verlangen kleine Euro-Scheine

Dass die Österreicher ab Jahresbeginn 2002 wegen dem Euro-Münzüberfluss grössere Geldbörsen brauchen werden, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Nun regt sich im niederösterreichischen Weinviertel Widerstand. Eine Bürgerinitiative ist geplant.
Eine dort von Hubert Weißnegger aus Wilfersdorf gegründete "Bürgerinitiative für 1- und 2 Euro-Banknoten" fordert vom österreichischen Nationalrat, sich für die "baldigste" Einführung von 1 und 2 Euro-Banknoten einzusetzen. Mittels Unterschriftenlisten sollen bis Mitte Mai österreichweit 50.000 Unterstützungen gesammelt werden.
Weißnegger, bisher hauptsächlich als Gründer des Sänftendienstes "Flinker Hirsch" bekannt, ist der Ansicht, dass die kleinste Euro-Banknote mit einem Nennwert von 5 Euro und damit umgerechnet 68,80 S viel zu hoch und damit "fern jeder praktikablen Realität" festgelegt worden sei. Gleichzeitig werde es mit der 500 Euro-Banknote (6.880 S) eine Banknote geben, die in dieser Höhe kaum jemand benötige.
Münzen arge Belastung für die Geldbörse
"Wir Bürger werden es mit einer Unzahl von Münzen zu tun haben, die unsere Brieftaschen und Geldbörsen strapazieren", befürchtet Weißnegger. Auch die Handels- und Kleingewerbebetriebe würden darunter leiden. Abhilfe schaffen könnte laut Weißnegger die Ausgabe von 1 und 2 Euro-Banknoten. Als Beispiel verweist der 60-jährige Weinviertler dabei auf den niedrigsten Schilling-Geldschein, den "beliebten Zwanziger". Laut Weißenberger werde die Initiative bereits von Wirten, Trafikanten, Tankstellen, Greißlern, Bäckern, und anderen unterstützt.
Für die Bürgerinitiative zur Einführung von 1- und 2-Euro-Banknoten rechnet Weißnegger allein aus dem Waldviertel mit 5.000 Unterstützungen. Österreichweit sollten es 50.000 sein, die Weißnegger bis Mitte Mai erreichen will, um sie dem Parlament vorlegen zu können.
Demo für gesunden Menschenverstand
Ihrer Forderung will die Bürgerinitiative auch durch zwei für den 23. und 24. April angekündigte Demonstrationen "der besonderen Art", die unter dem Motto "Demo für gesunden Haus- und Menschenverstand" stehen, Nachdruck verleihen. Die erste soll am Montag von 11 bis 18 Uhr am Grenzübergang Drasenhofen stattfinden, die zweite am Tag darauf in Laa an der Thaya.
Eine Unterschriftenliste für Unterstützungswillige ist auf der Homepage von Weißnegger unter www.saenftendienst.at abrufbar.
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