Mittwoch, 18. April 2001

Gewinn um mehr als sechzig Prozent eingebrochen

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat in seinem ersten Quartal starke Gewinneinbußen verzeichnet. Der Gewinn der Intel Corporation fiel im ersten Quartal 2001 gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um 82 Prozent auf 485 Millionen Dollar (1,1 Milliarde Mark).

Das teilte das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss mit. Der Umsatz schrumpfte um 16 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Klammert man Sonderbelastungen im Zusammenhang mit Firmenaufkäufen aus, dann erreichte der Quartalsgewinn 1,1 Milliarden Dollar, minus 64 Prozent.

Umsatz höher als erwartet
Die Wall Street hatte mit einem etwas niedrigeren Umsatz und Gewinn gerechnet. Deshalb zogen die Intel-Aktien im nachbörslichen Handel um 8,1 Prozent auf 28,15 Dollar an.

Intel erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz zwischen 6,2 und 6,8 Milliarden Dollar. Die Gesellschaft prognostizierte für das Gesamtjahr Forschungs- und Entwicklungsausgaben von rund 4,2 Milliarden Dollar und Investitionen von 7,5 Milliarden Dollar.

„Unser Mikroprozessoren-Geschäft scheint sich stabilisiert zu haben“, erklärte Intel-Chef Craig R. Barrett. Er rechnet in Zukunft, ausgehend vom gegenwärtigen Geschäftsniveau, mit normalen saisonalen Trends. Das Unternehmen spürt laut Barrett aber bei Kommunikationsprodukten eine andauernde Schwäche.

Die Intel-Chips werden in Personal Computern, anderen Rechnern, Netzwerk-Produkten und Handys verwendet.

18.4.2001 10:53