Mittwoch, 18. April 2001

Dennoch weniger Dividende

Die AUA-Gruppe (mit Lauda Air und Tyrolean) hat es trotz heftigen Gegenwinds geschafft, das Vorjahr mit Gewinn - sogar über dem Wert 1999 - abzuschließen.

Das geht aus dem erstmals nach IAS (International Accounting Standards) erstellten Geschäftsbericht hervor, der bereits am Dienstag - einen Tag vor Aufsichtsratssitzung und Bilanzpressekonferenz - im Internet abrufbar war.


Demnach hat das Unternehmen bei einer von 1,54 auf 1,97 Mrd. Euro (27,1 Mrd. S) gesteigerten Betriebsleistung das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 18,9 auf 83,8 Mill. Euro (1,153 Mrd. S) gehoben. Der Jahresüberschuß liegt bei 52,9 (42,2) Mill. Euro.

Gewinne durch Flugzeugverkäufen u. Preißerhöhung
Das positive EBIT sei freilich auf enorme ao. Erträge von 229,7 Mill. Euro zurückzuführen. Darin enthalten sind Flugzeugverkäufe in Höhe von 97,6 Mill. Euro (darunter fünf MD-80, ein Airbus A-310, zwei Fokker 50) und Erträge aus der Auflösung von negativen Firmenwerten in derselben Höhe. Dazu kamen Preiserhöhungen. Ohne diese "Beiträge" hätte das EBIT rund 146 Mill. Euro minus betragen.

Dividende wird auf 30 Cent gekürzt
Die Dividende wird von 51 auf 30 Cent (4,13 S) je Aktie gekürzt. Das Sorgenkind Lauda Air scheint in der 2000er-Bilanz laut dem Bericht "nur" mit einer Belastung von 12 Mill. Euro auf, weil sie nur anteilsmäßig zu Buche schlug. Die Tyrolean steuerte 21,2 Mill. Euro zur Ertragsverbesserung bei. Eine massive Belastung stellten die Treibstoffkosten dar: Sie lagen im Jahresschnitt um 68 Prozent über dem Wert von 1999.

Die Bilanzzahlen unterscheiden sich stark von den Schätzungen der Analysten: Während die CA IB das EBIT auf 14 Mill. Euro und die RZB auf 36,1 Mill. Euro schätzte, ging die Erste von minus 40 Mill. Euro aus.

18.4.2001 09:27