Bald fast 40 Prozent der Frauen auf Teilzeit

Der Anteil der Teilzeitarbeit in Österreich nimmt kontinuierlich zu und wird von heuer 18,8 Prozent auf fast 21 Prozent im Jahr 2003 steigen. Betroffen sind vor allem Frauen.
Während der Anteil der Männer bis zum Jahr 2003 von heuer 4,6 Prozent auf 5,3 Prozent steigen wird, geht das Arbeitsmarktservice (AMS) in seiner Studie über "Atypische Beschäftigung in Österreich", bei Frauen von einem Anstieg von derzeit 36 Prozent auf über 39 Prozent aus.
Den höchsten Teilzeitanteil an der Beschäftigung gibt es im Dienstleistungssektor. Der Anteil stieg in der Zeit von 1995 bis 2000 von 18,1 Prozent auf 22,5 Prozent und wird heuer auf 23,6 Prozent wachsen. Bis 2003 wird ein Teilzeitanteil von 25,7 Prozent erwartet.
In der Land- und Forstwirtschaft erhöhte sich der Anteil der Teilzeitbeschäftigung von 12,5 Prozent (1995) auf 17,1 Prozent (2000) und wird heuer 18,2 Prozent und im Jahr 2003 20,6 Prozent betragen.
In der Sachgüterproduktion mit der traditionell geringsten Teilzeitbeschäftigung geht man für heuer von einem Anteil von 7,4 Prozent aus der bis 2003 auf 7,8 Prozent steigen wird.
Spitzenreiter: Reinigungsberufe
In einigen Berufsgruppen sind Teilzeitverträge die Mehrheit der Beschäftigungsverhältnisse. Am höchsten ist der Anteil der Teilzeitbeschäftigung in den Unterhaltungs- und Reinigungsberufen mit jeweils 78 Prozent, wobei der Frauenanteil 70 bzw. 100 Prozent ausmacht. Relativ hoch ist der Anteil der Teilzeitarbeit bei Journalisten mit 46 Prozent, der Frauenanteil beträgt 66 Prozent. Der Anteil der Teilzeit beim Verkaufspersonal beträgt 38 Prozent, der Frauenanteil 99 Prozent.
Die höchsten Teilzeitraten in Europa haben mit 22 bis 25 Prozent Dänemark, Großbritannien, Niederlande und Schweden. Österreich liegt mit rund 19 Prozent im europäischen Mittelfeld.
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