Drittgrößter Handyproduzent muss sparen

Die Telekom-Krise fordert weitere Opfer: Bei Ericsson wird die Streichung 30.000 Stellen überlegt. Die Streichungen reihen sich ein in die jüngsten Entlassungswellen in der Branche, etwa bei Motorola und Siemens.
Wie die schwedische Nachrichtenagentur "TT" berichtet, gibt es Gespräche über den Abbau von 30 Prozent der Belegschaft bzw 30.000 Stellen. Tommy Jarl, Vorsitzender einer Gewerkschaft bei Ericsson Mobile in Linkoeping bestätigt diese Zahlen: "Es wird wahrscheinlich in dieser Größenordnung liegen".
Die "Financial Times" hatte bereits davor den Abbau von weiteren 6.000 Ericsson-Jobs vorangekündigt. Den Abbau werde Ericsson am Freitag anlässlich der Zahlen zum ersten Quartal bekannt geben.
Im März hatte der drittgrößte Handyproduzent der Welt und führende Mobilfunknetz-Hersteller zur Kostensenkung die Streichung von 3.300 Jobs in Schweden und Großbritannien angekündigt, um dadurch ab 2002 rund 2 Mrd. Dollar (2,26 Mrd. Euro/31,1 Mrd. S) im Jahr einzusparen. Im vergangenen Jahr beschäftigte Ericsson nach Unternehmensangaben weltweit rund 105.000 Mitarbeiter.
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