Daraufhin Kursverluste ihrer Aktien an der Börse

Verluste im Kredit- und Investmentbankgeschäft haben drei der großen US-Banken im ersten Quartal einen Gewinnrückgang beschert. Der größte US-Finanzkonzern Citigroup, die drittgrößte US-Bankenholding Bank of America und und die im US-Bundesstaat North Carolina ansässige First Union Corp teilten am Montag mit, im Auftaktquartal 2001 jeweils weniger Gewinne erwirtschaftet zu haben als im Vorjahreszeitraum.
Die Aktien der drei Bankhäuser verzeichneten daraufhin Kursverluste an der New Yorker Börse. Kleinere Bankhäuser wie die Bank of New York und die North Fork, die weniger stark in Wall Street abhängigen Geschäften aktiv sind, verbuchten hingegen Gewinnzuwächse im Quartal.
Citigroup
Die Citigroup verzeichnete in ihrem Auftaktquartal beim Betriebsergebnis einen Rückgang von sieben Prozent auf 3,66 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie habe sich auf 71 Cents von 76 Cents verschlechtert, hieß es.
Bank of America
Die Bank of America verzeichnete nach eigenen Angaben einen Gewinnrückgang von 17 Prozent auf 1,87 Milliarden Dollar oder 1,15 Dollar je Aktie. In einer Mitteilung begründete Konzernchef Hugh McColl Jr. den Gewinnrückgang mit dem zunehmend schwachen wirtschaftlichen Umfeld.
Wall Street
Die wirtschaftliche Abkühlung in den USA hatte bei vielen großen US-Bankhäusern im ersten Quartal die Geschäfte belastet. Die Aktienkurse an der Wall Street brachen in den ersten Monaten des Jahres teilweise ein, was nicht nur den Wert der Investment-Portfolios der Banken schmälerte sondern auch die Einnahmen aus dem Neuemissionsgeschäft mit Unternehmen zurückgehen ließ. Das erste Quartal war gemessen am Volumen von Aktienneuemissionen das schwächste seit zehn Jahren. Nach Einschätzung von Experten ist es für Unternehmen zudem schwieriger geworden, ihren Kreditrückzahlungsverpflichtungen nachzukommen. In den vergangenen Quartalen waren Bankkonzerne deshalb gezwungen, Millionenbeträge zur Absicherung gegen Kreditausfälle zur Seite zu legen.
First Union
Bei der First Union betrug der Gewinnrückgang im Quartal nach eigenen Angaben 30 Prozent auf 584 Millionen Dollar oder 59 Cents je Aktie. Wall-Street-Analysten hatten demgegenüber im Schnitt mit einem leicht höheren Wert von 62 Cents je Aktie gerechnet. Die US-Bank teilte zudem mit, ihre Konkurrentin Wachovia Corp per Aktientausch für 13,4 Milliarden Dollar zu übernehmen. Damit solle die Nummer vier in der heimischen Bankenbranche entstehen. Durch den Zusammenschluss ein Institut mit 19 Millionen Kunden, einem Gesamtvermögen von 324 Milliarden Dollar und 90.000 Mitarbeitern geschaffen werden.
Die Aktien der Citigroup verzeichneten im Handelsverlauf Verluste von 0,78 Prozent auf 46,93 Dollar. Bank of America gaben 0,28 Prozent auf 52,80 Dollar nach und First Union wurden mit Kursabschlägen von über fünf Prozent auf 30,30 Dollar gehandelt.
Bank of New York Co
Kleinere regionale Bankhäuser teilten unterdessen mit, im ersten Quartal mehr Gewinne erwirtschaftet zu haben als im Vorjahr. Die Bank of New York Co, die Muttergesellschaft einer der ältesten Geschäftsbanken in den USA, steigerte nach eigenen Angaben ihren Gewinn im Rahmen der Analystenschätzungen um 14 Prozent auf 384 Millionen Dollar oder 52 Cents je Aktie. Für das Gesamtjahr erwartet die Bank nunmehr nach eigenen Angaben einen Gewinnanstieg je Aktie zwischen zwölf und 14 Prozent, sollte es nicht zu einem weiteren Abschwung an den Märkten weltweit kommen. Die in New Jersey ansässige North Fork erwirtschaftete im ersten Quartal ein Gewinnplus von 22 Prozent auf 78,4 Millionen Dollar oder 49 Cents je Aktie.
Bank-of-New-York-Aktien verzeichneten daraufhin leichte Kursverluste von 0,16 Prozent auf 49,42 Dollar, North Fork zogen hingegen 0,68 Prozent auf 26,53 Dollar an.
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