Volles Stadion wichtiger als Aufstellung

Im November 1970 ist in Innsbruck ein Herr im heimischen Fußball aufgetaucht. Otto Baric übernahm damals Wacker Innsbruck auf Platz fünf und führte die Tiroler zum Meistertitel. Nun kehrt er als Teamchef des Nationalteams an die Stätte seiner ersten Triumphe zurück.
Nach zahlreichen verletzungsbedingten Absagen im Vorfeld trafen jene 18 Mann pünktlich ein, die am Mittwoch (ab 20:30 live auf NEWS-Networld) im neuen Tivoli-Stadion in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein drei Punkte holen sollen.
"Ich freue mich, wieder in Innsbruck zu sein. Ich bin vor 31 Jahren als junger Trainer gekommen, ich war damals ein naiver Optimist. Seit damals bin ich zu vielen Klubs gekommen und mit jedem Klub besser geworden", schwelgte Baric in Erinnerung. Und er hofft, dass die Innsbrucker Fans ihn und sein Team auch in der Gegenwart nicht im Stich lassen. "Ich hoffe auf eine volles Stadion, das ist wichtiger als die Frage, wer spielt", erklärte Baric. Am Sonntag waren allerdings erst 6.000 Karten verkauft.
Fast eine ganze Mannschaft fehlt
Baric, der auf Franz Wohlfahrt, Günther Neukirchner, Mario Haas, Tomislav Kocijan, Christian Mayrleb, Martin Stranzl, Harald Cerny und Didi Kühbauer verzichten muss, hat seine Aufstellung schon im Kopf. Ob Neuling Stefan Lexa darin einen Platz hat, wollte der Teamchef aber nicht sagen. Der Legionär des deutschen Zweitligisten Reutlingen war jedenfalls der erste am Treffpunkt. "Ich habe mich über die Einberufung riesig gefreut, der erste Eindruck ist super. Ich werde jetzt gut trainieren und schauen, dass ich mich für einen Einsatz aufdränge", erklärte Lexa.
Für vier Mann wird die Partie am Mittwoch ein richtiges Heimspiel. Michael Baur, Roland Kirchler, Alfred Hörtnagl und Edi Glieder sind mit dem FC Tirol auf dem besten Weg zum nächsten Titel, sie alle hoffen auf ähnliche Unterstützung für das Team wie sie es im Klub regelmäßig erleben. "Man hat am Samstag gegen Rapid gesehen, was eine tolle Kulisse ausmachen kann", sagt Libero Baur.
Liechtenstein sollte kein Stolperstein sein
Der Tiroler fordert aber auch von der Mannschaft mehr, als im vergangenen Oktober beim enttäuschenden 1:0-Sieg in Liechtenstein. "Wir müssen beweisen, das alle an einem Strang ziehen. Ich glaube, wir haben aus dem Spiel in Liechtenstein gelernt, da sind wir zu lasch an die Sache herangegangen. So etwas darf nicht noch einmal passieren. Aber wenn wir konzentriert an die Aufgabe herangehen, dann sollte Liechtenstein kein Stolperstein sein", betont Baur.
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