Freitag, 20. April 2001

Team mit zwei Neuen gegen Liechtenstein

Stefan Lexa vom Deutschen Zweitligisten Reutlingen wurde von Teamtrainer Otto Baric in den Teamkader einberufen. Die Freude beim Kärntner ist riesig: "Super, Spitze! Ein Traum!" Der zweite Neuzugang für Otto Baric´ Mannen wird Markus Weissenberger von Arminia Bielefeld sein.

Die Freude von Stefan Lexa, erstmals dem Kader der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft anzugehören, war unüberhörbar. "Super, Spitze, ein Traum", sagte der 24-Jährige in Diensten des SSV Reutlingen, mit dem der offensive Mittelfeldspieler derzeit Platz neun der zweiten deutschen Liga belegt. Gerechnet hatte er natürlich nicht damit, umso mehr als er ja mit dem Fußball seines Herkunftslandes bisher sehr wenig zu tun gehabt hatte. "Er war bei meinem Anruf überrascht, aber sehr glücklich", meinte dazu Otto Baric.

"Es gibt nicht viel bessere!"
"Er hat sich nach den Ausfällen von Didi Kühbauer, dem er in seiner Spielweise sehr ähnelt und anderen, einfach aufgedrängt", meinte der ÖFB-Teamchef zu seiner Wahl. "Ich habe ihn mehrmals im TV gesehen, er hatte zuletzt zwei sehr gute Spiele gemacht und zwei Mal solide, es gibt hier nicht viel Bessere", so Baric. Sollte er entsprechen, dann könnte er gegen Liechtenstein auch zum Einsatz kommen.

Lexa will spielen
Das hofft natürlich auch der Neuling. "Wenn ich schon dabei bin, dann möchte ich natürlich auch gerne spielen", sagte der gebürtige Klagenfurter, der in dieser Saison für seinen Klub vier Tore geschossen hat, vor allem aber als Torevorbereiter gilt. Lexa wird nur noch bis Sommer in der zweiten Liga zu finden sein, dann läuft sein Zweijahresvertrag aus und Interessenten für den 24-jährigen Pferdeschwanzträger gibt es genug. Nicht nur aus der deutschen Bundesliga, sondern auch aus Italien und Österreich (Wiener Austria).

Als Kind nach München übersiedelt
Vom österreichischen Fußball weiß er allerdings relativ wenig. Als neun Monate altes Kind 1977 mit seinen Kärntner Eltern in den Großraum München übersiedelt, lernte er das Kicken vor allem beim Ösi-Klub TSV 1860 München, dem er bis zu seinem 18. Lebensjahr von der E- bis zur A-Jugend angehörte. Persönlich kennt Lexa derzeit nur St. Pauli-Kicker Heinz Weber.
Am Sonntag wird der Team-Neuling in Innsbruck das Gros der Nationalelf (nur Flögel und Weissenberger kommen erst am Montag, bei Manninger ist die Ankunft noch offen) kennenlernen. Am Samstag ist Lexa in Reutlingen noch gegen den Chemnitzer FC im Einsatz.

20.4.2001 08:48