Admira (Heimvorteil) zog mit Kärnten das leichteste Los

Das von vielen erhoffte Endspiel um den Titel eines österreichischen Fußball-Cupsiegers wird bereits im Halbfinale gespielt. Rekordmeister Rapid und der regierende Champion und Tabellenführer Tirol treffen am 9. Mai in Wien aufeinander, das zweite Vorschlussrundenmatch am 8. Mai in der Südstadt lautet VfB Admira/Wacker Mödling gegen den wahrscheinlichen Aufsteiger in die max.Bundesliga, FC Kärnten.
Die Innsbrucker hatten übrigens ausgerechnet gegen Rapid (3:1 im Finale) 1993 ihren siebenten und bisher letzten Cuptitel geholt. Die Hütteldorfer sicherten sich zwei Jahre später mit einem 1:0 gegen Leoben ihre 14. und bisher letzte Trophäe. "Das war das schwerste Los, das wir ziehen konnten", meinte Rapid-Trainer Ernst Dokupil (auswärts wäre es aber wohl noch ärger gewesen). Die Chance, als "möglicherweise" geschlagener Finalist gegen den alten und neuen Meister zu verlieren und damit sicher einen Platz im UEFA-Cup zu haben, ist ja für "Grün-Weiß" dahin. Nicht zuletzt durch den Cupvorsitzenden Kurt Ehrenberger und dem "Austrianer" Herbert Prohaska, die diese Paarung zogen.
"Uns ist es egal, gegen wen wir spielen", behauptete Roland Kirchler vom FC Tirol. "Die Chancen stehen 50:50. Bis 9. Mai ist vielleicht in der Meisterschaft schon einiges entschieden und wir könnten befreit spielen."
Fünf Mal (plus ein Titel für Wacker) waren die Admiraner schon Cupsieger und ihr letztes Auftreten im Finale (1996 1:3 gegen Sturm) ist auch noch nicht lange her. Der FC Kärnten (Klagenfurt) hingegen stand noch nie im Finale. "Wir sind froh, dass wir wieder ein Heimmatch haben. Wir haben eine große Chance weiterzukommen, wenn wir hundertprozentig ernst und konzentriert zur Sache gehen." Hatte er zwar als Spieler "vier, fünf Cuptrophäen" gewonnen, so verlor Hans Krankl als Rapid-Trainer schon zwei Finali: 1990 gegen die Austria (1:3 in der Verlängerung) und woran er heute noch knabbert, ein Jahr später mit 1:2 gegen Stockerau. "Von der Papierform her ist das leichteste Los, das wir kriegen konnten, jetzt liegt es an uns, das Finale zu erreichen", sagte Spielmacher Peter Stöger.
Walter Schachner sah die Auslosung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Wir hätten gerne ein Heimspiel gehabt, aber von den möglichen Gegnern ist die Admira wenigstens noch die leichteste Aufgabe. Und ganz chancenlos sind wir nicht", so der Kärnten-Trainer.
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