Dienstag, 17. April 2001

Hütteldorfer wollen Wiederholung der 2. Spielhälfte

Dass das samstägige Spiel zur 29. Runde im Wiener Hanappi-Stadion zwischen Rapid - GAK (1:1) ein Nachspiel am grünen Tisch haben wird, steht nach den Ereignissen fest.

Obwohl der Straf- und Beglaubigungs-Ausschuss der Fußball-max.Bundesliga am Dienstag (17 Uhr) zusammentritt, wird über den "Fall" noch nicht entschieden. "Der Senat I wird voraussichtlich erst am Donnerstag eine Entscheidung treffen", sagte dazu Thomas Zlabinger gegenüber der APA.

Protest wird erst ausgearbeitet
Der angekündigte Protest Rapids gegen die Wertung des Spiel lag der Bundesliga am Vormittag noch nicht schriftlich vor. Dazu Stefan Ebner, der Assistent von Rapids Sportdirektor Ernst Dokupil: "Wir arbeiten unseren Protest gerade mit Begründungen aus und werden ihn im Laufe des Tages abschicken".

Dokupil formulierte die Intentionen der Hütteldorfer so: "Wir plädieren für die Wiederholung der zweiten Spielhälfte, wobei beim Stand von 1:0 für uns begonnen werden soll".

Der "böse" Pfiff aus dem Publikum
Stein des grünweißen Anstoßes war die Entscheidung von Schiedsrichter Thomas Steiner, der kurz vor der Pause einen von Roman Wallner zum 1:0 erzielten Treffer später wieder annulliert hatte. Die GAK-Abwehr war nach einem Pfiff aus dem Publikum stehen geblieben und hatte damit dem Rapidler das Tor ermöglicht.

Schiri hat einiges übersehen
"Ich hätte erkennen müssen, dass von außen Einfluss genommen worden ist. Darauf hätte ich das Tor aberkennen und sofort auf Schiri-Ball entscheiden müssen", sagte Referee Steiner am Dienstag. Ebner zieht zwar vor dem Niederösterreicher den Hut, glaubt aber, dass Steiner in der anschließenden Hektik einige Dinge übersehen habe. Der 38-jährige Schiedsrichter hat seinen Bericht über die Vorkommnisse bereits am Montag dem Senat I der Bundesliga schriftliche zukommen lassen.

Der "Fall" kann sich in die Länge ziehen
Sollte gegen den Beschluss des Straf- und Beglaubigungs-Ausschusses Einspruch erhoben werden, würde sich als zweite Instanz das Protest-Komitee mit dem einmaligen "Fall" beschäftigen. Sollte das Thema auch dann noch nicht vom Tisch sein, müsste sich als letzte Instanz das ständige neutrale Schiedsgericht der Bundesliga mit dem Thema befassen.

17.4.2001 12:40