Sonntag, 22. April 2001

Schwerer Seegang behinderte Rettung

Ein in der Adria gestrandetes Flüchtlingsschiff ist in die Hafenstadt Gallipo geschleppt worden. Unter den etwa 900 Passagieren befanden sich 200 Kinder und fünf schwangere Frauen.

Schwerer Seegang und starker Wind behinderten das Rettungsmanöver. Es dauerte mehrere Stunden, bis das Schiff den Hafen an der Südküste erreicht hatte.

Kurz nach Mitternacht habe die Küstenwache Funksprüche einiger Passagiere aufgefangen, nachdem die Besatzung offenbar das Schiff verlassen hatte. Grenzpatrouillen machten sich mit Booten und Hubschraubern auf die Suche nach dem gestrandeten Schiff, das vermutlich aus der Türkei stammt. Bei den Flüchtlingen handelte es sich offenbar um Kurden, ihre Nationalitäten waren jedoch zunächst nicht bekannt.

Die Polizei ging an Bord des Schiffs, um festzustellen, ob sich die Menschenschmuggler unter die Flüchtlinge gemischt hatten, um so den Behörden zu entkommen. Italien schickt aufgegriffene Flüchtlinge in ihre Heimat zurück, wenn sie keine Arbeitsstelle nachweisen können oder zu Hause nicht verfolgt werden.

22.4.2001 17:11