Mubarak: Sharon setzt nur auf Gewalt

Der israelische Außenminister Shimon Peres führt Gespräche mit Palästinenservertretern über eine Beendigung der Gewalt im Nahen Osten. Er habe "diskrete Kontakte mit den Palästinensern, um das Feuer zu löschen".
Sobald es Ergebnisse gibt, werde er die Öffentlichkeit davon unterrichten. Peres betonte weiter, es muss der Versuch zu einem Durchbruch gemacht werden. "Das ist möglich, selbst wenn es schwer ist." Zugleich nahm er Palästinenserpräsident Yasser Arafat gegen Kritik in Schutz. Dieser habe zwar Fehler gemacht, die er auch bereue, doch er sei "nicht immer verantwortlich", wenn Fehler begangen würden.
Arabische Liga fordert internationalen Schutz für Palästinenser
Angesichts der jüngsten israelischen Angriffe forderte die Arabische Liga erneut internationalen Schutz für die Palästinenser. Generalsekretär Esmat Abdel Megid bat UNO-Generalsekretär Kofi Annan nach eigenen Angaben in einem Telefongespräch, zu diesem Zweck den UNO-Sicherheitsrat einzuberufen. Annan habe Verständis geäußert und wolle die Bitte an die USA und die Mitglieder des Sicherheitsrats weiterleiten, sagte Megid in Kairo. Am Samstag war zudem eine außerordentliche Sitzung der ständigen Botschafter bei der Liga angesetzt.
Der ägyptische Präsident Husni Mubarak äußerte sich skeptisch über einen möglichen Frieden im Nahen Osten. Er hat inzwischen den Eindruck, dass Israels Regierungschef Ariel Sharon nur auf Gewalt setzt, sagte Mubarak. Für die Zukunft prophezeite er weiteres Blutvergießen.
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