Tornado verwüstete Kleinstadt

Die große Flutwelle wälzt sich weiter den Mississippi hinunter. Im Bundesstaat Florida brachten Feuerwehren einen Buschbrand unter Kontrolle, der mehr als 12.000 Hektar Land eingeschwärzt hatte. Ein Tornado hat eine Schneise der Verwüstung durch eine kleine Stadt im US-Bundesstaat Kansas geschlagen.
Bei dem Tornado kam ein Mensch ums Leben, mindestens 25 wurden zum Teil schwer verletzt. Nach Fernsehberichten wurden in Hoisington etwa 300 Häuser und ein Krankenhaus beschädigt. Die Stromversorgung der rund 3.000 Einwohner brach zusammen, als der Tornado einfiel.
Gewitter und starker Regen drohten das Hochwasser auf dem Mississippi weiter zu verschlimmern. Es sind bisher schon die schlimmsten Überflutungen am Mississippi seit 36 Jahren. Die Flutwelle wälzte sich flussabwärts und bedrohte nach den Bundesstaaten Minnesota und Wisconsin auch Ortschaften im US-Bundesstaat Iowa. Dort mussten in Dubuque mehr als 100 Häuser allerdings nur vorübergehend evakuiert werden. Der Flutwall hielt.
Der Gouverneur von Wisconsin, Scott McCallum, hat den Einsatz der Nationalgarde zum Bau von Dämmen angeordnet. In mehreren flussnahen Regionen wurde der Notstand ausgerufen. In Davenport in Iowa wurden Schulkinder zum Bau von Sandsackwällen eingesetzt. Davenport ist die einzige größere Stadt am oberen Mississippi, die keinen festen Hochwasserdamm hat. Dort wird die Flutwelle an diesem Montagabend (Ortszeit) erwartet.
Der viertgrößte Fluss der Welt stand 2,5 Meter über normal. Keller und Erdgeschosse Hunderter von Häusern waren überflutet. Helfer pendelten mit Ruder- und Motorbooten zwischen den Häusern hin und her. US-Präsident George W. Bush wies die nationale Katastrophenbehörde FEMA an, die Verantwortlichen in den betroffenen Gebieten zu unterstützen. Der Schiffsverkehr ist am oberen Mississippi seit Tagen eingestellt. Die Eisenbahnverbindung zwischen Chicago und Minneapolis ist wegen Überflutung der Schienen unterbrochen.
Die Mississippi-Flut ist auf das Wetter der vergangenen Wochen zurückzuführen. Wegen niedriger Temperaturen setzte Ende Jänner nicht wie gewohnt die Schneeschmelze ein. Das Schmelzwasser kam erst im April, als die Region zusätzlich von außergewöhnlich heftigen Regenfällen heimgesucht wurde.
Familiendrama in St. Pölten17:56
Vater schießt auf SohnUnfassbarer Vorfall in St. Pöltner Volksschule. Auch Tochter aus Klasse geholt
Georgia Davis12:30
320-Kilo-Frau gerettetWales: Rettungskräfte mussten Wand aufstemmen. Mehr als 40 Leute im Einsatz
Fleischfressende Bakterien10:56
Angst vor Killer-KeimenStudentin in den USA ringt ums Überleben - Expertin klärt auf: Fälle auch in Österreich
