Polizei glaubt sich vorbereitet

Mit dem größten Polizeieinsatz in der Geschichte rüstete sich Kanada gegen den Massen-Ansturm von Demonstranten beim 3. Amerika-Gipfel. Mehr als 20.000 Globalisierungsgegner sind nach Quebec gereist. Zum Protest gegen den Plan der 34 Regierungschefs, die Gründung einer Freihandelszone von Alaska bis Feuerland voranzutreiben.
Die ersten Protestmärsche Donnerstag Abend verliefen friedlich. Insgesamt sind 6000 Polizisten in Quebec im Einsatz. Die dreitägigen Beratungen sollten Freitag Abend (Ortszeit) mit einem feierlichen Dinner der Staats- und Regierungschefs beginnen.
Die Polizei nahm sieben Demonstranten fest, die nach ihren Erkenntnissen Gewaltaktionen planten. Die Altstadt, in der das Tagungszentrum liegt, war durch einen fünf Kilometer langen und drei Meter hohen, in Beton verankerten Drahtzaun abgeriegelt.
Die Polizei will unter allen Umständen ein Chaos wie im Dezember 1999 in Seattle (US-Bundesstaat Washington) verhindern. Bei dem Ministertreffen der Welthandelsorganisation (WTO) hatten tausende Demonstranten die Straßen blockiert und Dutzende Minister und Delegierte daran gehindert, das Tagungszentrum zu erreichen.
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